Wissenswertes zum Landerwerb

Für Landwirte ist die Ackerfläche das wichtigste Produktionsmittel und wenn der Betrieb gut läuft, kann über eine Vergrößerung nachgedacht werden. Dann kann der Landwirt zusätzliche Ackerfläche kaufen, sollte aber einige wichtige Punkte beachten. Auch wenn es regionale Unterschiede gibt, muss man für den Kauf von Ackerfläche mit ca. 2 Euro pro Quadratmeter rechnen. Hierbei ist zu beachten, dass Ackerland nicht bebaut werden darf. Sollte das Stück Land aber Bauerwartungsland sein, dürften die Kosten pro Quadratmeter weitaus höher liegen. Die Spekulation, dass das Ackerland in Bauerwartungsland umgewidmet wird, ist selten von Erfolg gekrönt.

Der Erschließungszustand der Ackerfläche ist zwar weniger wichtig, als bei Bauland, trotzdem bleibt er ein entscheidender Faktor. So sollte der Boden zumindest über einen Feldweg mit dem Traktor erreichbar sein und auch nicht zu weit weg von weiteren bewirtschafteten Flächen. Zudem ist der Zugang zu Wasser sprichwörtlich lebensnotwendig.

Die anfallenden Gebühren beim Kauf eines Ackers entsprechen prinzipiell jenen, die auch bei jedem anderen Immobilienkauf anfallen. Sollte ein Makler das Ackerland vermitteln, steht ihm die ortsübliche Maklerprovision zu. Beim Finanzamt gilt es, die Grunderwerbssteuer zu begleichen. Sie ist zwar regional verschieden, liegt meist zwischen vier und fünf Prozent des Kaufpreises. Dagegen nehmen sich der Grundbucheintrag und die Gebühr für die Leistungen des Notars recht günstig aus. Insgesamt können diese Vorgänge genau wie beim regulären Immobilienkauf mehrere Wochen bis Monate dauern.

Jeden, der Ackerfläche kauft, sollte klar sein, dass der Ertrag des Bodens in der Ernte liegt und nicht in einer finanziellen Rendite.

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